3000 Helfer für Flüchtlinge im Bistum Hildesheim

Die Flüchtlingshilfe im Bistum Hildesheim läuft auf Hochtouren: An Kirchorten wird Wohnraum zur Verfügung gestellt, außerdem gibt es zahlreiche Helferdienste für Menschen in Not. Schätzungsweise rund 3000 Ehrenamtliche engagieren sich in Hilfsinitiativen, an der Pfarrgemeinden oder Caritas-Verbände beteiligt sind.

In mehr als sechs Pfarrhäusern im Bistum sind Flüchtlinge untergebracht. Die Immobilien sind dafür jeweils von der politischen Gemeinde angemietet worden. Das Kloster und das Pfarrheim von St. Heinrich in Wolfsburg etwa sind für drei Jahre an die Stadt vermietet. Nachdem die Verwaltung die Räume renoviert hatte, sind dort Flüchtlinge eingezogen.

An mehreren Orten ist geplant, Pfarrhäuser für die Unterbringung von Flüchtlingen herzurichten. Im Haus der Frauen-Ordensgemeinschaft Congregatio Jesu in Hannover leben bereits seit mehr als einem Jahr rund ein Dutzend Flüchtlinge.

In vielen Städten und Dörfern im Bistum haben sich neben der hauptamtlichen Flüchtlingshilfe der Caritas eine ganze Reihe ehrenamtlich getragener Hilfsinitiativen gebildet. 55 dieser Projekte haben finanzielle Unterstützung aus dem mit 800.000 Euro dotierten Flüchtlingsnothilfe-Fonds des Bistums beantragt und erhalten.

Die Helferdienste reichen von Kleidersammlungen und Möbelspenden über die Begleitung von Behördengängen und Arztbesuchen bis hin zu Deutsch-Stunden für Flüchtlinge. Zuweilen engagieren sich dabei Katholiken, Protestanten, Gläubige anderer Religionen und nicht gläubige Menschen gemeinsam für ein Vorhaben.

Die große Hilfsbereitschaft zeigt sich auch daran, dass bereits 27.000 Exemplare der Broschüre „Flüchtlinge in Niedersachsen“ (Download als PDF) verteilt worden sind. Das von Caritas und Diakonie herausgegebene Heft ist eine Hilfe für Frauen und Männer, die ehrenamtlich Flüchtlinge unterstützen und begleiten. Es wird nun in einer aktualisierten Fassung nachgedruckt.

Weitere Hilfe und Unterstützung durch Caritas, Malteser, Bistum

  • 66 hauptamtliche Mitarbeiter, die im Migrationsbereich tätig sind.
  • Das Bistum Hildesheim hat einen Nothilfe-Fonds von 800.000 Euro für Flüchtlinge aufgelegt: Damit sollen in diesem und im nächsten Jahr die Flüchtlingshilfe der Caritas sowie die ehrenamtlich getragenen Hilfsvorhaben von Pfarrgemeinden und Initiativen unterstützt werden.
  • Zwölf Orts-Caritasverbände im Bistum verfügen über Beratungsstellen für Migranten. Um Neuankömmlinge aus dem Ausland zu unterstützen, stehen insgesamt 66 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung.
  • Ein von Bischof Norbert Trelle initiiertes Spendenprojekt sammelt Geld für die ehrenamtliche Arbeit der Malteser Migranten Medizin in Hannover.
  • Diakonie und Caritas haben mit der Broschüre "Flüchtlinge in Niedersachsen. Was kann ich tun?" eine praktische Hilfe für ehrenamtliche Frauen und Männer herausgegeben, die Flüchtlinge unterstützen und begleiten.
  • Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Hildesheim hat die Broschüre "Menschen. Begegnen! – Flüchtlinge in Gemeinden willkommen heißen" veröffentlicht, in der Denkanstöße für Pfarrgemeinden gesammelt sind.
  • Nachdem die Malteser Anfang September bereits ein Lager in Celle-Scheuen aufgebaut haben, hat die Stadt Wolfsburg ihnen im Oktober auch das Notaufnahmelager in der Berufsbildenden Schule II in Wolfsburg anvertraut
  • Zwei Caritas-Wohnheime für Aussiedler und Flüchtlinge in Hannover
  • Die neue Flüchtlingsunterkunft auf den Zietenterrassen in Göttingen wird gemeinsam von der Caritas, der Diakone, der AWO, dem DRK und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband betrieben.
  • In Hannover und der Region engagieren sich Katholiken in fast allen der 23 Pfarrgemeinden für Flüchtlinge.

Anmerkung: Diese Auflistung gibt einen möglichst umfangreichen Überblick über die Flüchtlingshilfe im Bistum Hildesheim. Sie soll als Informations- und Arbeitsgrundlage dienen und ständig aktualisiert werden. Eine vollständige Darstellung bleibt aufgrund der Vielzahl von Hilfsinitiativen schwierig.


Finden in Ihrer Gemeinde oder durch ihren Verband noch weitere Aktionen zur Flüchtlingshilfe statt, die in unserer Karte und der Liste noch nicht aufgeführt sind? Dann schicken Sie bitte eine E-Mail mit den grundlegenden Informationen zum Hilfsprojekt an: presse@bistum-hildesheim.de - unsere Karte wird fortlaufend aktualisiert.